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UL-Fliegen

Ultraleichtfliegen - Völlig losgelöst

Willst du dir neue Perspektiven eröffnen? Mit Kabinenkomfort durch die Lüfte reisen? Ist dir Sicherheit wichtig?

Fliegen mit einem Ultraleichtflugzeug ist eine spannende und aufregende Sportart mit der du dir deinen Traum vom Fliegen verwirklichen kannst.

Ob im klassischen Doppeldecker, im offenen Einfachflugzeug oder schnelles Reisen mit Kabinenkomfort: Ultraleichtfliegen ist Spaß für jedermann/-frau. Die rasante technische Entwicklung in den vergangenen 20 Jahren hat nicht nur bei Luftsportlern für viel Aufsehen gesorgt. Heute hat sich die jüngste Sparte des Luftsports etabliert. Ultraleichtflugzeuge genießen den guten Ruf als sicheres, preiswertes und umweltfreundliches Luftsportgerät.

Schon Leonardo da Vinci (1452 – 1519), das italienisches Universalgenie, war vom Fliegen fasziniert:
“Wenn du das Fliegen einmal erlebt hast, wirst du für immer auf Erden wandeln, mit deinen Augen himmelwärts gerichtet. Denn dort bist du gewesen und dort wird es dich immer wieder hinziehen.”

Was bedeutet Ultraleicht?

Ultraleichtflugzeuge (UL) sind auf die Beförderung von zwei Personen begrenzt. UL’s sind Flugzeuge, bei denen das Gesamtgewicht inklusive der beiden Piloten 472,5 kg Kilogramm* nicht überschreiten darf. Es gibt zwei Arten:

Aerodynamisch gesteuerte ULs werden über Steuerruder manövriert. Typisch hierfür ist ein Leitwerk am Rumpfende und Ruder an den Tragflächen. Einige dieser Modelle unterscheiden sich nur noch durch ihr Gewicht, nicht aber durch ihre Handhabung oder Leistungsdaten von größeren Motorflugzeugen.

Über Gewichtsverlagerung des Piloten werden dagegen so genannte Trikes gesteuert, die  mit einem Drachenflügel als Tragfläche ausgerüstet sind. Auch solche Fluggeräte gehören zur UL-Kategorie.

*Aktuell sind Entscheidungsprozesse im Gange, die Auflastung auf insgesamt 540 bzw.  600 kg zu erhöhen.

Im Fliegerclub Stadtlohn e. V. werden ausschließlich aerodynamisch gesteuerte Flugzeuge eingesetzt.

Auch in der UL-Szene geht es nicht ohne Papierkram. Die wichtigsten Formulare und Anträge sind auf der Web-Seite des DAEC (Deutscher Aero Club – Dachverband der deutschen Luftsportverbände) verfügbar.

Ist Ultraleichtfliegen gefährlich?

Modernste Technologien und Materialien kommen für den Bau von Ultraleichtflugzeugen zum Einsatz. In Verbindung mit sehr leisen und umweltfreundlichen Motoren bieten diese Fluggeräte ein hohes Maß an Sicherheit und Komfort.

Alle Ultraleichtflugzeuge sind mit einem Gesamtrettungssystem ausgestattet, das Insassen und Fluggerät im Notfall an einem Fallschirm sicher zu Boden bringt. Sorgfältige Aus- und Weiterbildung der Piloten in Kombination mit der notwendigen Disziplin und dem Respekt vor der Fliegerei sind weitere Voraussetzungen für unfallfreies Fliegen.

Im Einklang mit Umwelt und Natur

Ultraleichtfliegen ist umweltfreundlich. In den Fluggeräten werden moderne Großserien-Motoren der Autoindustrie verbaut, die sich seit Jahrzehnten als zuverlässige verbrauchs- und schadstoffarme Antriebsaggregate bewährt haben.

Sie gehören mit weniger als 60 dB (A) zu den leisesten motorgetriebenen Luftfahrzeugen. Zum Vergleich: Ein Pkw der Golf-Klasse liefert im Stand einen Lärmpegel von ca. 85 dB(A). Somit bieten Ultraleichtflugzeuge eine zeitgemäße ökologische und ökonomische Alternative.

Starts und Landungen von Ultraleichtflugzeugen sind in Deutschland nur an dafür zugelassenen Plätzen erlaubt. Wie für alle motorgetriebenen Flugzeuge und Fluggeräte gelten das Luftverkehrsrecht und seine weiterführenden Bestimmungen.

Selber fliegen

Im Prinzip jeder: Frauen, Männer, ältere und junge Menschen. Die Ausbildung kann mit 16 begonnen, die Lizenzprüfung im Alter von 17 Jahren abgelegt werden. Ein fliegerärztliches Tauglichkeitszeugnis ist dabei eine wichtige Voraussetzung.

Ausgebildet wird in den weit über 100 Vereinen und Flugschulen der Bundesrepublik. Auch bei uns findet die UL-Ausbildung statt.

Pflichtfächer des Theorie-Teils für Bewerber ohne fliegerische Vorkenntnisse sind:

  • Luftrecht
  • Flugfunk
  • Navigation
  • Meteorologie
  • Verhalten in besonderen Fällen
  • menschliches Leistungsvermögen
  • allgemeine Luftfahrzeugkenntnisse
  • Technik und
  • pyrotechnische Einweisung.

Pyrotechnik wird durch den Ausbildungsleiter der Flugschule geprüft, die Theorie-Prüfung durch den Prüfungsrat.

Der praktische Part umfasst:

  • 30 Flugstunden mit aerodynamisch gesteuerten Ultraleichtflugzeugen, davon mindestens fünf Flugstunden im Alleinflug
  • Starts und Landungen auf verschiedenen Flugplätzen
  • Außenlandeübungen mit Fluglehrer
  • mindestens zwei Überlandflüge mit Fluglehrer über jeweils eine Gesamtstrecke von mindestens 200 km mit Zwischenlandung
  • mindestens drei Allein-Überlandflüge über jeweils 50 km
  • theoretische und praktische Einweisung in besondere Flugzustände sowie in das Verhalten bei Notfällen

Nein! Unser Verein stellt den Mitgliedern gegen eine vergleichsweise geringe Gebühr aerodynamisch gesteuerte Schulungsmaschinen zur Verfügung. Diese können nach Erhalt der UL-Fluglizenz auch gechartert werden. Schließlich soll der Traum vom Fliegen ja kein Traum bleiben!